Bald schneien 15 Mio Liter Wasser

Handgruobi: Wasserreservoir für Beschneiungsanlage nun sichtbar



Im nächsten Winter schneit es sicher öfter: Das Wasser-Reservoir zur Beschneiung der Handgruobi ist fast fertig.

Oberhalb der Gründelsagi wird zur Beschneiung der Handgruobi ein künstlicher See gebaut. Das Seebecken - 80 Meter auf 40 Meter und sechs Meter tief - wird rund 15'000 Kubikmeter Wasser fassen. Der Beckenboden wird zurzeit mit einer Folie abgedichtet. Heute sind 80 Prozent aller Baumeisterarbeiten abgeschlossen, bis in einem Monat soll die gesamte Anlage fertig sein.
Das Becken wird aus den beiden höher gelegenen Quellen "Lauenen" und "Grossenboden" gespiesen. Die Quellen sind nicht sehr leistungsfähig, zum Füllen des Sees braucht es rund sechs Wochen. Das Wasser soll erstmals Anfang Oktober in das Becken gefördert werden, Mitte November dürfte der See schliesslich voll Wasser sein. Laut Toni Pfyl, Betriebsleiter der AG Sportbahnen im Mythengebiet, wird der See meistens gefüllt sein, "bis zum Ende der Winter-Saison, und in den Sommermonaten ist der See sicher voll." Zwei Pumpen werden das Wasser durch Druckleitungen bis zur Beschneiungsanlage transportieren. Die Leitungen sind im Boden in 1.4 Metern gefriersicher vergraben.

Keine Chemie verwenden
Unterhalb der Talstation wird der "Handgruobi-Schopf" zum Pumpen- und Steuerungshaus mit Computeranlage umgebaut. Beschneit wird lediglich in der Nacht und mit Wasser- und Luftdruck (Kompressor). Chemische Stoffe werden keine verwendet. Der Wasservorrat im See reicht für eine Beschneiung von 75 Stunden.
Der Bau der Anlage kostet 2.3 Mio Franken. 50 Prozent davon wird von der AG Sportbahnen im Mythengebiet finanziert. Mi der Beschneiungsanlage erhofft sich die AG, Rückstellungen für den geplanten Sessellift in der Sektion Grossenboden-Brünnelistock zu erwirtschaften. In drei bis fünf Jahren sollte der Sessellift laut Betriebsleiter Pfyl realisiert werden können.


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